Handreichung zur Digital Citizenship Education

Die #digiph9 vereinte Lehrende, Forschende und Bildungsexpert:innen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Unter dem Leitthema innovative Didaktik für die digitale Hochschullehre bot die zweitägige Veranstaltung ein dichtes Programm aus Keynotes, Workshops und Vorträgen – praxisnah, zukunftsorientiert und inspirierend.

Tag 1 – 05.03.2026

Hybride Lehrformate als Modell für den Campus der Zukunft
Den Auftakt gestaltete Tamara Rachbauer von der Universität Passau mit einer Keynote zu hybriden Lehrformaten. Sie zeigte auf, wie flexible Lehr-Lern-Settings den universitären Campus der Zukunft prägen können und welche didaktischen Grundprinzipien dabei leitend sind.

KI-gestützte Unterrichtsbausteine für die Berufsbildung
Gerlinde Schwabl (PH Tirol) und Susanne Aichinger (HAUP) luden zum Workshop ein und präsentierten konkrete KI-gestützte Unterrichtsbausteine für den IT-Unterricht in der Berufsbildung – direkt anwendbar und praxiserprobt.

Wo ist eigentlich die Didaktik der Chatbots?
Wolfgang B. Ruge von der FH Wien stellte in seinem Vortrag eine provokante Frage in den Raum: Welche didaktischen Konzepte begleiten den Einsatz von Chatbots im Bildungsbereich – und was fehlt noch? Ein kritischer und zugleich konstruktiver Beitrag.

Vom Erleben zum Gestalten
Stefanie Wendt stellte ein Modell vor, das Medienerfahrungen von Lernenden der Primarstufe aufgreift und in gestalterische Prozesse überführt. Der Workshop- und Poster-Beitrag regte zur Reflexion über frühe Medienbildung an.

Generative KI: zwischen Kontrolle und Kreativität
Sonja Gabriel von der KPH Wien/Niederösterreich beleuchtete, wie generative KI in der Hochschullehre eingesetzt werden kann – jenseits von Kontrolle und Regulierung, mit Fokus auf kreative und reflexive Nutzung.

Tag 2 – 06.03.2026

Diversitätsorientierte Didaktik, Mediennutzung & Bewegung
Elisabeth Dokalik-Jonak von der PH Wien eröffnete den zweiten Tag mit einer Keynote, die Diversität, Inklusion und Bewegungsförderung als integrale Bestandteile zeitgemäßer Hochschuldidaktik zusammendachte.

Schreibt die KI meine Seminararbeit – oder ich?
Tamara Rachbauer lud im Workshop zur aktiven Auseinandersetzung mit KI-gestütztem Schreiben ein – eine für Lehrende wie Studierende gleichermaßen relevante Frage, die praxisnah bearbeitet wurde.

Don’t Panic! You need a towel anyway…
Martin Hainz von der PPH Burgenland sorgte mit seinem pointiert betitelten Workshop für einen erfrischenden Perspektivwechsel im Umgang mit digitaler Transformation in der Lehre.

Klingt klug. Weiß aber nichts.
Sonja Gabriel und Michaela Liebhart-Gundacker (KPH Wien/Niederösterreich) zeigten, wie die Grenzen großer Sprachmodelle erkannt und didaktisch produktiv genutzt werden können – ein Workshop mit hohem Reflexionswert.

Escape the TU Wien-Room
Den Abschluss gestaltete Julia Hampl von der TU Wien mit einem Vortrag und Workshop zu Gamification auf Moodle. Anhand eines eigens entwickelten Escape-Room-Formats zeigte sie, wie spielerisches Lernen in der Hochschullehre gelingen kann.

Alle Vorträge und Unterlagen sind auf den Plattformen der Virtuellen PH verfügbar – für alle, die nicht dabei sein konnten oder Inhalte nochmals vertiefen möchten.

Lernideen 05/2026